Bronchialkarzinom Aktuell

Pleurapunktion

Die Pleurapunktion ist bei Pleuraerguß oder pleuraler Raumforderung indiziert. Oft ergibt die Untersuchung des Ergusses (Zytologie, Bakteriologie, Eiweißgehalt, Tumormarker) bereits wichtige diagnostische Hinweise.

Diagnostik von Pleurapunktat

»3 Röhrchen« für Klinische Chemie, Zytologie und Mikrobiologie.
Untersuchung des Punktats auf:

  • Proteingehalt, spezifisches Gew. (Transsudat? Exsudat?), Glukose, Laktat, Lipase (pankreatogen?), Cholesterin, LDH, Zellzahl und Differentialbild
  • Bakteriologische Kulturen, Tbc- und Pilzkulturen, Grampräparat
  • Bei V.a. maligne Erkrankung Zytologie.

Mediastinoskopie

Diese Untersuchung ist zum sicheren Lymphknotenstaging oder (selten) zur histologischen Sicherung indiziert. Erreicht werden v.a. prätracheale und supracarinale Lymphknoten. Heute ist diese Methode häufig durch eine Endosonographie mit Zytologiegewinnung zu ersetzen.

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist nur zur Suche nach Knochenmetastasen indiziert. Sie kann im Einzelfall wegen unspezifischer Anreicherungen (Trauma, Entzündungen!) zu einer falsch-positiven M1-Klassifizierung führen. Klinische Befunde (Schmerzen, neurologische Symptome) und Laboruntersuchungen (erhöhte alkalische Phosphatase, Tumormarker und gelegentlich Serumkalzium) können bei unklaren Szintigraphiebefunden hilfreich sein.

Knochenmarksbiopsie

Sie ist indiziert bei Verdacht auf Knochenmarkskarzinose (z.B. unklare Anämie) sowie evtl. beim kleinzelligen Bronchialkarzinom zum sicheren Nachweis eines Limited Disease, soweit die anderen Staginguntersuchungen noch keine Fernmetastasen ergeben haben und eine Operation geplant ist.