Bronchialkarzinom Aktuell

Endobronchiale Lasertherapie




Mittels Laser ist es möglich, eine bronchiale Obstruktion durch Fremdgewebe wieder zu eröffnen. Voraussetzung dafür ist, daß der Patient von einer Wiedereröffnung profitieren würde. Insbesondere zentrale Stenosen und Stenosen der Hauptbronchien sowie des Bronchus intermedius und schließlich Stenosen der Unterlappen sind funktionell häufig so relevant, daß sich der Versuch einer Wiedereröffnung lohnt. Bei einem isolierten Verschluß des Ober- oder Mittellappens ist dagegen eine Wiedereröffnung häufig nicht sinnvoll und zudem mit einem erhöhten Perforationsrisiko aufgrund der schwer kalkulierbaren Anatomie behaftet. Bei diesen Stenosen müßten daher zusätzliche Indikationen für eine Laserbehandlung hinzukommen, wie z.B. eine Blutung oder ein Vorwachsen in die großen Atemwege. Vor Therapiebeginn ist eine Computertomographie zwingend, damit das Ausmaß der Tumorlast und die bei der Laserbehandlung zu überwindende Strecke abgeschätzt werden kann. Liegt eine Atelektase vor, ist es leider häufig nicht möglich, zwischen atelektatischem Lungengewebe und Tumor zu unterscheiden. Ideal ist es, wenn noch kein Verschluß durch den Tumor vorliegt sondern noch eine Sondierung des Bronchus möglich ist. Diese Sondierung z.B. mittels Biopsiezange erleichtert dann die Orientierung und kann bisweilen auch (analog zur Seldingertechnik) für eine Bougierung mit dem Bronchoskop genutzt werden.
Die Laserbehandlung ist in der Regel zeitaufwendig und erfordert meist mehrere Sitzungen. Im Anschluß an die eigentliche Lasertherapie müssen z.B. am Folgetag Nekrosen abgetragen werden und die Laserbehandlung ggf. fortgesetzt werden. Häufig ist es hilfreich, die initiale Sitzung in starrer Bronchoskopie durchzuführen, da die Untersuchungsdauer bis zu 2 Stunden betragen kann. Grundsätzlich ist jedoch eine Laserbehandlung auch in Sedierung beim spontan atmenden Patienten möglich. Hauptkomplikationen einer Lasertherapie sind eine akute Blutung, eine Perforation von Bronchien mit möglichem Pneumothorax bzw. Pneumomediastinum sowie die Induktion einer thermischen Bronchitis im Bereich des gesunden Gewebes.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...