Bronchialkarzinom Aktuell

Hämoptysen

In vielen Fällen treten im Rahmen eines Bronchialkarzinoms pulmonale Blutungen auf. Dabei handelt es sich in der Regel aber um geringgradige Schleimhautblutungen bzw. Blutungen aus der Tumoroberfläche, die sich klinisch in Form von intermittierend auftretenden Hämoptysen geringen Ausmaßes bemerkbar machen. Eine Therapie ist dabei nur selten notwendig. Häufiger auftretende oder über das geringe Maß hinausgehende Blutungen bedürfen einer endoskopischen Klärung. Das weitere Vorgehen hängt in hohem Maße vom individuellen Befund ab. Initial wird eine lokale Blutstillung mit Adrenalin (2-5 ml, 1:10.000) versucht. Alternativ Noradrenalin oder Xylometazolin. Bei Erfolglosigkeit kann bei lokalisierten zentralen Blutungen eine Laserkoagulation erfolgreich sein.

Akute Massenblutungen aus einem großen arrodierten Gefäß (Hämoptoe, »Blutsturz«) sind mit einer hohen Mortalität verbunden. Ggf. sind sie einer raschen bronchoskopischen Intervention (Tamponade, Ballon-Okklusion) zugänglich. Häufig verstirbt der Patient rasch an den Folgen des hypovolämischen Schocks bzw. des akuten respiratorischen Versagens durch Blutaspiration, bevor überhaupt wirksame Maßnahmen eingeleitet werden können.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...