Bronchialkarzinom Aktuell

Gefitinib

Wirkstoff. Gefitinib ist ein oral applizierbarer EGFR-Inhibitor.

Wirkungsmechanismus. Gefitinib hemmt selektiv die zytoplasmatische Tyrosinkinase des EGF (Epidermal Growth Factor)-Rezeptors. Dies führt zur Hemmung der über EGFR vermittelten, für die Tumorproliferation und Metastasierung relevanten intrazellulären Signaltransduktion.

Monopräparat. Gefitinib ist unter dem Warenzeichen IRESSA® im Handel.

Zulassungsstatus. IRESSA® ist zugelassen zur:

→  Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit aktivierenden Mutationen der EGFR-Tyrosinkinase

Darreichungsform. Filmtabletten mit 250 mg Gefitinib.

Pharmakokinetik. Nach oraler Gabe von Gefitinib werden maximale Plasmakonzentrationen typischerweise nach 3 bis 7 Stunden erreicht. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit bei Tumorpatienten beträgt 59%.

Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady-State beträgt 1400 l. Die Plasmaproteinbindung beträgt ungefähr 90%. Gefitinib wird an Serumalbumin und an α1-saures Glykoprotein gebunden.

Gefitinib wird beim Menschen extensiv metabolisiert. Der Haupt-Metabolit O-Desmethyl-Gefitinib war hinsichtlich der Hemmung des EGFR-stimulierten Zellwachstums 14-mal weniger wirksam als Gefitinib und trägt wahrscheinlich nicht zur klinischen Wirksamkeit von Gefitinib bei.

Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich in Form der Metaboliten über die Fäzes.

Die Clearance von Gefitinib im Gesamtplasma beträgt circa 500 ml/min; die mittlere terminale Halbwertszeit bei Tumorpatienten liegt bei 41 Stunden. 

Weitere Informationen. Siehe Fachinformation zu IRESSA®.