Bronchialkarzinom Aktuell

Berufliche Faktoren

Der bedeutendste Einzelrisikofaktor ist im beruflichen Bereich die Asbestexposition. Insgesamt sind ca. 10 % der Bronchialkarzinome durch pulmotrope Karzinogene verursacht, davon fallen > 90 % zu Lasten von Asbest. Für eine Reihe weiterer beruflicher Noxen ist ein erhöhtes Bronchialkarzinomrisiko nachgewiesen und in den Katalog der Berufskrankheiten aufgenommen worden. Dazu gehören Tätigkeiten in der Aluminiumherstellung, Kohlegas- und Koksherstellung, Tätigkeiten in Gießereien, als Maler, in der Gummiherstellung bzw. Expositionen gegenüber Arsen, Chrom, Nickel oder polyzyklischen Kohlenwasserstoffen sowie wahrscheinlich Dieselabgase.

Als Berufskrankheit sind diejenigen Erkrankungen anzusehen, die auf berufliche Einwirkungen zurückzuführen sind und als solche durch die Gesetzgebung als entschädigungspflichtig anerkannt sind.
Aktuell wird der Einfluss einer Radonbelastung im Gebäude diskutiert: bis zu 1900 Lungenkrebstodesfälle seien hierdurch ausgelöst. (Deutsches Ärzteblatt 107, 2010,181)
Bei dem Verdacht des Vorliegens besteht Anzeigepflicht - die ärztliche Anzeige über eine Berufskrankheit. Auch in der ersten Meldung ist der Verdacht durch die Wiedergabe von Untersuchungs- oder Meßergebnissen zu begründen. Adressat der Anzeige ist der jeweilige Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Gemeindeunfallversicherungen). Die Anzeige wird mit z.Zt. € 15,22 + Porto vergütet.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...