Bronchialkarzinom Aktuell

Kleinzelliges Karzinom

Kleinzellige Bronchialkarzinome gehören zu der Gruppe der neuroendokrinen Tumoren. Uprsprung sind die neuroendokrinen APUD-Zellen. Zum APUD-Zellsystem gehören Zellen, die neuralen Ursprungs sind und die gemeinsame Eigenschaften, wie z.B. die Bildung von Hormonen, haben. Die Bezeichnung APUD ist zusammengefügt aus: Amine-content, Amine precursor-uptake, Amino decaboxylase. Einige Beispiele für Zellen des APUD-Systems und die von ihnen gebildeten Hormone sind: A & B Zellen der Bauchspeicheldrüse (Glukagon bzw. Insulin), G-Zellen des Magens (Gastrin), C-Zellen der Schilddrüse (Kalzitonin), Zellen des Nebennierenmarks (Adrenalin).
Das kleinzellige Bronchialkarzinom, auch Haferzellkarzinom oder oat cell carcinoma genannt, macht ca 15% der Bronchialkarzinome aus. Kleinzellige Karzinome sind am häufigsten bei starken Rauchern mit frühem Beginn der Sucht zu finden und bei Beschäftigten im Uranbergbau. 90 % der kleinzelligen Karzinome entstehen zentral. Die Tumorzellen sind zwei- bis dreimal größer als kleine Lymphozyten und weisen rundliche oder länglich - spindelige Kerne auf mit einem fein verteilten Chromatin ohne auffällige Nukleolen. Es bestehen in der Regel ausgedehnte Nekrosen sowie zahlreiche Mitosen. Die kleinen Tumorzellen wachsen meist in ballenförmigen Verbänden, bilden manchmal aber auch Pseudorosetten, wie es für neuroendokrine Tumoren typisch ist. Kleinzellige Tumore sind stark entdiffernziert, wachsen also rasch.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...