Bronchialkarzinom Aktuell

Bildgebende Verfahren

Röntgen-Thorax und CT

Hinter jeder Verschattung im Röntgen- Thorax kann sich ein Karzinom verbergen. Die Röntgenthoraxaufnahme wird in zwei Ebenen und in Hartstrahltechnik durchgeführt. Entscheidend ist oft der Vergleich mit alten Röntgenbildern. Als Faustregel gilt, daß bei gleichbleibender Größe über mehr als 2 Jahre ein maligner Tumor unwahrscheinlich ist (Seltene Ausnahmen bei Adenokarzinom!). Das Thorax-CT mit Kontrastmittel zeigt die genaue Tumorausdehnung und evtl. mediastinale Lymphknotenmetastasen.

Nebenwirkungen der Computertomographie können Kontrastmittelunverträglichkeit, kontrastmittelinduzierte Nephropathie und jodinduzierten Hyperthyreose. Bei vorbestehenden Erkrankungen, wie Verdacht auf eine Schilddrüsenautonomie, latente oder manifeste Hyperthyreose, chronischer Niereninsuffizienz, Allergieanamnese oder bekannter Kontrastmittelunverträglichkeit sollte eine Prophylaxe erfolgen.
Detaillierte Informationen sind der PDF Datei zu entnehmen.

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist nur zur Suche nach Knochenmetastasen indiziert. Sie kann im Einzelfall wegen unspezifischer Anreicherungen (Trauma, Entzündungen!) zu einer falsch-positiven M1-Klassifizierung führen. Klinische Befunde (Schmerzen, neurologische Symptome) und Laboruntersuchungen (erhöhte alkalische Phosphatase, Tumormarker und gelegentlich Serumkalzium) können bei unklaren Szintigraphiebefunden hilfreich sein.

Thorax - Röntgenaufnahmen

Die Röntgen-Thorax-Aufnahme in zwei Ebenen in Hartstrahltechnik ist die Grundlage der Diagnostik. Sie erhärtet den Tumorverdacht oder löst weiterführende Maßnahmen aus. Ein normaler Röntgenbefund schließt aber einen zentralen Lungen- und vor allem einen Mediastinaltumor nicht aus.

Thorax-CT

Ein Computertomogramm (CT) des Thorax gehört bei Verdacht auf einen Lungentumor zur Basisdiagnostik. Das CT sollte mit einer Schichtdicke von 8 mm als Spiral- CT und mit Kontrastmittelgabe durchgeführt werden. Obligat sind ein Lungen- und Weichteilfenster, ggf. auch ein Knochenfenster. Da Metastasen des Bronchialkarzinoms zu 45 % in der Leber, zu 40 % in den Nebennieren und zu 20 % in den Nieren auftreten, ergibt sich die Indikation zur computertomographischen Miterfassung der Nieren, Nebennieren und der Leber bei der Staginguntersuchung des Thorax. Dabei ist zu beachten, daß die Beurteilung der Leber durch die Kontrastmittel- Kinetik häufig eingeschränkt ist.

Schädel-CT (CCT)

Das CCT ist beim kleinzelligen Bronchialkarzinom obligater Bestandteil des Stagings wegen der relativ häufigen Inzidenz stummer Metastasen, ebenso bei verdächtigen neurologischen Symptomen. Bei nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom ist die Durchführung eines CCT bzw. MRT nur vor Operation und bei klinischer Symptomatik zwingend.

Sonographie

Die Thorax - Sonographie dient der Abklärung thoraxwandnaher Prozesse bzw. zur Lokalisation von Ergüssen und Bestimmung deren Ausmaßes. Die Sonographie des Oberbauches dient dem Nachweis von Leber-, Nebennieren- und infradiaphragmalen Lymphknotenmetastasen.

Positronen - Emissions - Tomographie (PET)

Die PET ist ein nuklearmedizinisches Schnittbildverfahren, das beim Bronchialkarzinom mit einer Sensitivität und Spezifität von etwa 90 % zwischen benignen und malignen pulmonalen Rundherden unterscheiden kann. Es gibt falsch- negative Befunde bei muzinösen, bronchioloalveolären Tumoren, bei kleinen Tumoren (< 1 cm) und neuroendokrinen Tumoren. Falschpositive Befunde finden sich bei Granulomen, entzündlichen Prozessen wie Abszessen, Pneumonie, Sarcoid- like lesions, Sarkoidose, Tuberkulomen, Aspergillomen. Deshalb kann eine PET kein genereller Ersatz für eine histologische Abklärung eines Rundherdes sein.

»Einführung in die bildgebende Diagnostik der Lunge« - umfangreiche Sammlung von radiologischen Bildern mit dazugehörigen Lehrtexten -
http://www.cevis.uni-bremen.de/~jend/Lunge/inh.html

CT Vorbereitung und Prophylaxe möglicher Nebenwirkungen (PDF)

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...