Bronchialkarzinom Aktuell

Bronchoskopie

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70 % der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.
Bei endobronchial sichtbaren Tumoren oder Schleimhautveränderungen wird eine Zangenbiopsie durchgeführt. Drei bis fünf Biopsien aus Randbereichen sind bei sichtbaren Tumoren ausreichend. Eine transbronchiale Biopsie unter rotierender Durchleuchtung ermöglicht die histologische Sicherung auch bei peripheren Karzinomen, allerdings ist die Komplikationsrate höher als bei endobronchialer Biopsie. Endoskopisch nicht sichtbare Prozesse haben eine geringere bioptische Ausbeute.

Mittels der transbronchialen Nadelaspiration können zytologische Präparate aus tieferliegenden Tumoranteilen gewonnen werden.
Eine Bronchiallavage zur zytologischen Aufarbeitung kann sich anschließen. Als zusätzliche zytologische Methode kann der Bürstenabstrich eingesetzt werden.

Der Endobronchiale Ultraschall (EBUS) ermöglicht die Beurteilung des mediastinalen Lymphknotenstatus und ggf. Punktion. Er zeichnet sich durch eine geringe Komplikationsrate bei hoher Trefferrate aus und hat die Mediastinoskopie weitgehend abgelöst. Alternativ kann in bestimmten Fällen auch mittels Endosonographie vom Ösophagus eine Punktion mediastinaler Lymphknoten erfolgen. 

Andere diagnostische Verfahren sind die Thorakoskopie (ermöglicht den sicheren Nachweis einer Pleurakarzinose) sowie die CT-gesteuerte Punktion, die bei pleuranahen Herden eine perkutane Punktion unter Durchleuchtung weitgehend abgelöst hat.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...