Bronchialkarzinom Aktuell

Luftschadstoffe

Feinstaub wird im zunehmenden Maße für die Auswirkungen von Luftverschmutzungen auf die Gesundheit verantwortlich gemacht. Als Feinstaub gelten Schwebepartikel, die bis zu 10 Mikrometer groß sind. Diese entsprechen im wesentlichen dem einatembaren Anteil der Immissionen. Laut amerikanischer Richtlinie wird der Standard PM10 definiert. Dieser Standard bildet das Abscheideverhalten der oberen Atemwege nach: Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 1 µm werden vollständig einbezogen, bei größeren Partikeln wird ein gewisser Prozentsatz gewertet, der mit zunehmender Partikelgröße abnimmt und bei ca. 15 µm schließlich 0% erreicht. Ergänzend gibt es den Standard PM2.5, der den alveolengängigen Feinstaub (auch Feinststaub genannt) beschreibt. Dieser Anteil am Feinstaub ist besonders gesundheitsgefährdend. Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer können sie in die Lunge vordringen. Folgen sind Bronchitis, Asthma, Lungenkarzinome und andere Atemwegssymptome.

Darüber hinaus werden Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System (z.B. Myokardinfarkt) angenommen. Epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen der Gesamtmortalität und der chronischen Exposition gegenüber PM10.

Seit 1999 gibt es eine europäische Feinstaub-Richtlinie, diese ist seit Anfang 2005 durch die 22. Verordnung zum Bundesimmissionsschutz-Gesetz (BimSchV) in deutsches Recht umgesetzt. In einem Kubikmeter Luft dürfen im Tagesdurchschnitt nur bis zu 50 Mikrogramm Feinstaub enthalten sein. Eine Überschreitung des Grenzwertes wird an den Meßorten an bis zu 35 Tagen im Jahr toleriert.

Die öffentliche Diskussion um Feinstaub fokussierte sich auf Dieselruß. Es gibt jedoch eine Vielzahl von weiteren Immissionsquellen:Industrie: 60 kt/a, Privathaushalte und Kleinverbraucher: 33 kt/a, Dieselmotoren: 29 kt/a, Elektrizitäts- und Fernheizwerke: 19 kt/a, übriger Verkehr: 16 kt/a, Schüttgutumschlag: 8 kt/a, Industriefeuerungen: 6 kt/a, Reifenabrieb: 60 kt/a, Bremsabrieb: 8,5 kt/a, Landwirtschaft: 16 kt/a.Zu den natürlichen Staubquellen (auch von Feinstaub) zählen: Partikelneubildung aus Vorläufern in der Atmosphäre, Kleinstlebewesen, Pollen, Erosion von Gesteinen, Waldbrände, Vulkanausbrüche.

Auch der Rauch von Zigaretten trägt zur Feinstaubbelastung bei. Durch Zigarettenrauchen entsteht Feinstaub, der besonders in geschlossenen Räumen eine hohe Konzentration erreichen kann. Da diese Feinstäube als krebserregend (karzinogen) gelten, geht von ihnen eine besondere Gesundheitsgefährdung aus. Beim Rauchen von Filterzigaretten werden feinste Staubpartikel aus dem Filter mitinhaliert.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...