Bronchialkarzinom Aktuell

Paraneoplastische Syndrome

Fernab vom Tumor oder seiner Metastasen können maligne Tumoren Krankheitserscheinungen hervorrufen, die nicht unmittelbar mit der bösartigen Geschwulsterkrankung in Verbindung zu stehen scheinen, wohl aber mit ihr assoziiert sind. Diese Gruppe von Tumoren assoziierten Krankheitsbildern wird unter dem Begriff »Paraneoplastische Syndrome« zusammengefasst. Per definitionem werden sie nicht direkt vom Tumor oder seinen Metastasen hervorgerufen, sondern vielmehr indirekt durch vom Tumor freigesetzte Signalstoffe, wie z.B. Hormone oder Zytokine, durch Autoimmunmechanismen oder durch weitere, heute noch nicht geklärte Mechanismen induziert. Auf diese Weise können unterschiedliche nephrologische, neurologische, dermatologische, hämatologische und endokrinologische Krankheitsbilder hervorgerufen werden.

Meist verlaufen diese Symptomkomplexe mit den Tumorerkrankungen parallel. Sie können aber auch dem morphologisch fassbaren Tumorgeschehen zeitlich vorausgehen, so dass bestimmte anamnestische Angaben und klinische Symptome als Ausdruck einer Tumorfernwirkung richtungsweisend für die Entdeckung eines malignen Tumors sein können.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...