Bronchialkarzinom Aktuell

Endobronchiale Brachytherapie

Bei dieser Therapieform werden in 2-4 Sitzungen jeweils 5 Gy lokal appliziert. Da die Eindringtiefe trotz der sehr hohen Dosis nur gering ist, dient diese Therapieform insbesondere der Sicherung des Bronchiallumens. Sie ist z.B. geeignet, bei submukösem Tumor, der für eine Lasertherapie nicht erreichbar ist, einen deutlichen und oft lang anhaltenden Tumorregreß zu induzieren und damit eine lokale Tumorkontrolle zu erreichen. Sollte die Tumormasse groß sein, ist es häufig sinnvoll, initial eine perkutane Radiatio entweder alleine oder in Kombination mit einer Brachytherapie durchzuführen.

Weitere Verfahren, die in einzelnen Zentren angewendet werden, sind z.B. die Cryosonden und die Hochfrequenzdiathermie. Auch eine photodynamische Therapie in Kombination mit sogenannten »Sensitisern« ist möglich. Diese interventionellen Therapieverfahren sind unabhängig davon, ob sie alleine oder in Kombination eingesetzt werden, nur Teil eines Gesamtkonzeptes zur Therapie der Tumorerkrankung. Sie können jedoch häufig eine sehr rasche und drastische Besserung der Symptomatik des Patienten erreichen. Die hierdurch gewonnene Zeit kann dann für die definitive Tumortherapie genutzt werden.

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...