Bronchialkarzinom Aktuell

Thrombopenie

Ursache der Thrombopenie beim Bronchialkarzinom ist meist eine Infiltration des Knochenmarks durch Knochenmetastasen oder eine Knochenmarks- Depression im Rahmen einer zytostatischen Therapie. Die Thrombozyten erreichen ihre Tiefstwerte meist 10-14 Tage nach Beginn der zytostatischen Therapie (= »Nadir«).

Therapie

Bei Chemotherapie induzierter Thrombopenie ist je nach therapeutischem Ansatz (kurativ, palliativ) ggf. eine Dosisreduktion des nächsten Behandlungszyklus sinnvoll; evtl. kann das Therapie- Intervall verlängert werden. Eine Thrombopenie stellt eine potentiell lebensbedrohliche Komplikation dar.
Für eine Thromobozytentransfusion besteht eine strenge Indikation. Deshalb besteht eine Indikation für Thrombozyten- Gabe nur bei Blutungszeichen bzw. akuter Blutungsgefahr, da bei normaler plasmatischer Gerinnung und normalen Gefäßen das Blutungsrisiko bei einer Thrombozytenzahl > 10-20/nl relativ gering ist. Ziel: Thrombozytenzahl auf > 10-20/nl, therapeutisch z.B. bei Blutung > 50/nl anheben.

Weitere Informationen im PDF Format:

Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten (PDF)
Leitlinie der der Bundesärztekammer

Behandlung mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (PDF)
Leitlinie der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie)

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...