Bronchialkarzinom Aktuell

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist zur Suche nach Knochenmetastasen indiziert. Fernmetastasen des Bronchialkarzinoms treten zu 35% im Skelett auf. Die Skelettszintigraphie gehört sowohl beim nicht-kleinzelligen als auch beim kleinzelligen Bronchialkarzinom zur erweiterten Basisdiagnostik.
Eine Skelettszintigraphie kann jedoch im Einzelfall wegen unspezifischer Anreicherungen (Trauma, Entzündung) zu einer falsch-positiven M1-Klassifizierung führen. Klinische Befunde (Schmerzen, neurologische Symptome) und Laboruntersuchungen (erhöhte alkalische Phosphatase, Tumormarker und gelegentlich Serumkalzium) können bei unklaren Szintigraphiebefunden hilfreich sein. Die Skelettszintigraphie (Knochenszintigraphie) macht sich den Umstand zunutze, daß die knöchernen Skelettbestandteile sowohl einem intensiven Stoffwechsel als auch einem dauernden Umbau unterliegen. Das bildgebende Verfahren beruht auf einer Bindung von radioaktiven Technetium-99m / Phosphat Verbindungen. Diese lagern sich an das physiologisch im Knochen vorhandene Phosphat an und erzeugen dort eine Gamma-Strahlung. Diese lässt sich mit einer Gamma-Kamera aufzeichnen. So ist eine Abbildung des gesamten Skelettsystems möglich.

Skelettszintigraphie mit Mehranreicherung im Bereich des 5. Lendenwirbelkörpers, Metastase bei kleinzelligem Bronchialkarzinom.

Eine Alternative zum extrapulmonalem Staging stellt die Positronen Emissions Tomographie (PET) dar. 

Röntgenbilder

Röntgen Thorax - Kleinzelliges Bronchialkarzinom, Stadium T3 im rechten Oberlappen

Staging

Bei radiologischem Tumorverdacht kann in ca. 70% der Fälle bronchoskopisch ein Tumor histologisch gesichert werden.

Neue Therapiensätze

Neben den beiden im letzten Jahr neu zugelassenen Substanzen zur Therapie des Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Erlotinib – Tarceva® und Pemetrexed ...