Bronchialkarzinom Aktuell

Paclitaxel

Wirkstoff. Paclitaxel ist ein Taxan aus der Gruppe der Mitosehemmstoffe.

Wirkungsmechanismus. Taxane binden kovalent an die ß-Untereinheit von Tubulin. Im Gegensatz zu Vinca-Alkaloiden, die mit dem Aufbau der Kernspindel interferieren, inhibieren Taxane den Abbau der Mikrotubuli und stören so die für den Zellstoffwechsel erforderliche Reorganisation dieser Strukturen. In beiden Fällen wird die Zellteilung in der Metaphase arretiert.

Im Rahmen einer Behandlung auftretende Resistenzen beruhen wahrscheinlich auf einer Mutation des Tubulin-Gens bzw. der verstärkten Bildung von P-Glykoprotein.

Monopräparate. Paclitaxel ist unter dem Warenzeichen TAXOL® im Handel und als Generikum verfügbar.

Zulassungsstatus. Zu den zugelassenen Anwendungsgebieten von TAXOL® zählt:

→  Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) bei Patienten, für die potenziell kurative chirurgische Maßnahmen und/oder Strahlentherapie nicht angezeigt sind (in Kombination mit Cisplatin)

Darreichungsform. TAXOL® ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung verfügbar.

Pharmakokinetik. Nach intravenöser Verabreichung zeigt Paclitaxel eine biphasische Abnahme der Plasmakonzentration. Nach Gabe von 135 mg/m2 bzw. 175 mg/m2 Paclitaxel über 3 und 24 Stunden liegt die durchschnittliche terminale Eliminationshalbwertszeit schätzungsweise zwischen 3,0 und 52,7 Stunden. Das durchschnittliche Verteilungsvolumen im Steady-State liegt zwischen 198 und 688 l/m2.  

Das Taxan wird zu circa 90% an Plasmaproteine gebunden.

Paclitaxel wird überwiegend über Cytochrom-p450-Enzyme hydroxyliert und über die Fäzes ausgeschieden. 

Weitere Informationen. Siehe Fachinformation zu TAXOL®.